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Datenspeicher - Klonginstallation

E-Werk, Freiburg, 2008

Installation im Rahmen der Ausstellung "KunstWerk Köln im E-Werk Freiburg"


Die Toilettenräumlichkeiten werden permanent mit leiser, gefälliger, softer elektronischer Musik berieselt. Fast wird es gemütlich und man neigt zur entspannten Abwicklung des Geschäfts. In regelmäßigen Abständen erinnert allerdings eine freundliche sanfte Frauenstimme an die Bestimmungen, die an diesem Ort neuerdings gelten:

  • „Verehrte Gäste - bitte beachten Sie, dass zu Ihrer eigen Sicherheit diese Räume videoüberwacht werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
  • „Verehrte Gäste – bitte beachten Sie, dass zur Qualitätssicherung sämtliche Gespräche aufgezeichnet werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
  • „Verehrte Gäste – bitte beachten Sie, dass sämtliche Ausscheidungen im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung sechs Monate aufbewahrt werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
  • „Verehrte Gäste – bitte beachten Sie, dass das von ihnen erstellte Benutzerprofil ausschließlich der internen Ablaufverbesserung dient. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
  • „Verehrte Gäste – bitte beachten Sie, dass zur vorbeugenden Rasterfahndung ein automatischer Abgleich mit den biometrischen Daten ihres Personalsausweises über RFID erfolgt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

Das Blaue Monster hofft, durch diese vertrauensbildenden Maßnahmen einen konstruktiven Beitrag zur Zufriedenheit und Produktionssteigerung in den o.a. Geschäftsräumen beitragen zu können.


Licensed under a Creative Commons by-nc-nd 2.5 License. Die Musik darf kostenlos (und legal) heruntergeladen und verbreitet werden solange dies im nichtkommerziellen Rahmen geschieht.


Appes Bein - nau not available

KunstWerk, Köln, 2004

Installation im Rahmen von "Ende Offen" des Kunstkontakte e.V. in Zusammenarbeit mit KunstWerk e.V.


Musik: Super Bug
Fotos auf den Folien: Ludger Schneider
Folienbeschriftung u. Gesamtinstallation: Das Blaue Monster



Foto: Dirk Beushausen

Foto: Dirk Beushausen




In einer Nische liegen links an der Wand Schnipsel von Baumrinde auf dem Boden, darauf ein Gestrüpp. In dem Gestrüpp liegt ein Turnschuh mit einem kleinen roten Fleck. Auf der gegenüberliegenden Seite rechts an der Wand ist ein schmutziges Waschbecken, das in einer losen Bretterkonstruktion eingelassen ist. Aus dem Abfluß des Waschbeckens sprudelt permanent eine rote Flüssigkeit empor. Aus zwei mit schwarzer Folie verdeckten Lautsprecher-Boxen unter dem Waschbecken kommt ein anhaltender Ton. Über dem Waschbecken ist ein Spiegel und neben dem Spiegel zwei grüne, flackernde Neonröhren. Vor dem Spiegel sind mehrere Drähte gespannt. An den Drähten hängen mit verschiedenen Strukturen bedruckte Folien. Die Folien sind mit einer sehr engen, kleinen, kaum lesbaren Handschrift beschrieben. Seltsame, unheimliche Situationen und Gemütszustände werden hier beschrieben.


Erlösung kommt

KunstWerk, Köln, 2003

Installation im Rahmen der Langen Nacht der Kölner Museen



Foto: Dirk Beushausen

Foto: Dirk Beushausen
Die Zeit des Wartens kann mannigfaltig gestaltet und zelebriert werden. Mitunter wird das Erhoffte durch den Prozeß und die Gestaltung des Erwartens entscheidend mitgeprägt.
Und manchmal wird dadurch ein Konzept der Erlösung viel umfassender, als es erhofft wurde.


In einem Käfig steht ein Stuhl auf einem Podest. In der Sitzfläche des Stuhls ist ein rundes Loch. Unter dem Stuhl sind die Bretter des Podests aufgebrochen. Durch die Bruchstellen scheint blaues Licht. Vor dem Stuhl steht ein Fernseher auf einem Sockel. Der Bildschirm zeigt das blau flackernde, verzerrte Bild eines männlichen Kopfes - Pinhead. Hinter dem Fernseher ist eine Öffnung in der Wand mit Brettern zugenagelt. Von aussen dringt blaues Licht durch die Lücken zwischen den Brettern. Über zwei Boxen in den Ecken ist eine verzerrte Stimme zu hören. Zwischen den Boxen steht ein schwarzer Putzeimer. An der Wand hinter dem Stuhl liegen auf zwei kleinen Holzklötzen je ein halber Apfel. Von der Decke hängt eine große, blaue Glühbirne. Das Licht der Glühbirne pulsiert langsam.

Sound
20 kbps | 128 kbps | 7,17 MB